Umweltfeuerwehr

Ungewöhnlicher Zwischenfall während des Ausbildungsdienstes


Autor

Sina Rusteberg
Der Ausbildungsdienst des zweiten Zuges wurde am 26.04.2014 gegen 11.40 Uhr abrupt unterbrochen, als einige digitale Meldeempfänger auslösten. Die erste Meldung lautete 'brennt Lagerhalle im Weißen Budenweg in Northeim'. Da der Dienst zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe zum gemeldeten Brandobjekt stattfand, machten sich drei Kameraden, welche zusätzlich ihren Dienst in der Ortsfeuerwehr Northeim versehen, mit dem TLF 20/40 SL direkt auf den Weg dorthin.

Die Anfahrt konnte auf Sicht erfolgen und die erste Lage sah zunächst bedrohlicher aus, als sie sich dann im Nachhinein herausstellte. Die Flammen schlugen hinter einem Gebäude meterhoch in den Himmel und die Rauchsäule war schon von weitem zu erkennen. Ob das Feuer bereits auf das Gebäude übergegriffen hatte, konnte in den ersten Sekunden nicht festgestellt werden. So wurde sofort mit einem Löschangriff mittels zwei Hohlstrahlrohren begonnen und erst einmal das unmittelbar angrenzende Gebäude gekühlt bzw. eine Brandausbreitung verhindert. Die Schlauchleitung musste hierfür zuvor umständlich über einen Kieshügel verlegt werden, da das Objekt durch ein Stahlrohr, das die Zufahrt versperrte, nicht direkt angefahren werden konnte.

Aus bisher unbekannter Ursache hatten sich Tannengestrüpp, ein Baum und das angrenzende Gras direkt an einem leer stehenden Gebäude entzündet. Jugendliche, die sich in der Umgebung befanden, wurden durch die enorme Rauchentwicklung im Vorfeld auf das Feuer aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr.

Bereits vor Eintreffen weiterer Kräfte aus Edesheim, Langenholtensen und Northeim konnte die Rückmeldung 'Feuer aus' gegeben werden. Im Zuge der Nachlöscharbeiten wurden noch das angrenzende Gebäude und die Holzreste mittels Wärmebildkamera durch einen Atemschutztrupp auf versteckte Glutnester kontrolliert.

Der schnelle Eingriff und das besonnene Handeln der Kameraden der Umweltfeuerwehr verhinderte so größere Schäden.

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