Umweltfeuerwehr

Truppmannausbildung Teil 2 bei der Umweltfeuerwehr

Übersicht zum Umgang mit gefährlichen Stoffen


Autor

Daniel Stahlmann

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Wie schon in den vergangenen Jahren bildet die Umweltfeuerwehr im Rahmen der Kreisausbildung den Umgang mit gefährlichen Stoffen im Rahmen der Truppmannausbildung Teil 2 aus. In diesem Jahr haben 93 Kameraden aus dem LK Northeim an dem Ausbildungstag teilgenommen um im Ernstfall richtig und sicher auf gefährliche Stoffe reagieren zu können. Der wohl wichtigste Punkt der Ausbildung dürfte aber dennoch die GAMS-Regel sein. Zwar ersetzt das Erkennen von Gefahren (GAMS), das Absichern der Einsatzstelle (GAMS), die Menschenrettung unter Eigenschutz (GAMS) sowie das Nachfordern von Spezialkräften (GAMS) nicht die Verantwortung junger Kameraden sich trotzdem mit den Themen Gefahrstoffen und Einsatzstellenhygiene, stellt aber eine wichtige Grundlage dar, ehe es zu größeren Katastrophen kommt.

Um dies zu gewährleisten mussten die Kameraden einen Samstagnachmittag drei Stationen durchlaufen. Vorab wurden sie von Kreisausbildungsleiter Tobias Krawietz sowie dem Bereitschaftsführer der Umweltfeuerwehr Michael Potrafke im Kreisschulungszentrum begrüßt ehe die Ausbildung durch Kameraden des zweiten und dritten Zuges sowie der Arztgruppe übernommen wurden.

Nach der Begrüßung wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt und haben anschließend die drei Ausbildungsstationen durchlaufen.

Die erste Station enthielt erstmal die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit. Darunter fällt zuerst natürlich die schon erwähnte GAMS-Regel, denn nur wer eine Gefahr als solche erkennt, kann präventiv Handeln, die Gefahr eindämmen oder schon eine Gefährdung im Vorfeld verhindern. Dazu gehört neben der Kenntnis über Gefahrstoffsymbole und -tafeln, wie sie im Güterverkehr verwendet werden auch immer gesunder Menschenverstand und ein gutes Auge. Nicht immer ist ein Hinweis auf Gefahrstoffe nach einer Havarie sofort zu erkennen, sodass schon kleine Unregelmäßigkeiten, bei zum Beispiel einer Brandbekämpung, erkannt und gemeldet werden sollten.
Darüber hinaus wurden die Einsatzgrundlagen der Umweltfeuerwehr angesprochen und Fragen geklärt, was die Absperrgrenze ist, warum diese existiert und unter welchen Kriterien diese gebildet wird. Zudem wurden Fragen der Einsatzhygiene gestellt und am Beispiel beantwortet. Nicht jede Gefahr ist immer sichtbar, manche folgen einem in Form von Kontaminationsverschleppung unter Umständen bis nach Hause. Dies ist natürlich vollkommen auszuschließen.

Station 2 umfasst die Fahrzeugkunde insbesondere des GW-G und wird durch den zweiten Zug vermittelt. Es wird darauf eingegangen, warum welches Material auf dem Fahrzeug verlastet ist. So wird geklärt, warum diverse Auffangwannen in verschiedenen Größen und Materialien vorgehalten werden. Auch die Pumpel auf dem GW-G bilden eine Ausnahme, da diese EX-Geschützt sind, sodass auch in explosiven Atmosphären sicher gearbeitet werden kann.

Die dritte Station wird durch den zweiten und dritten Zug ausgebildet. Hier wird eine praktische Übungslage mit Hauptaugenmerk auf die Absperrgrenze und Verhinderung von Kontaminationsverschleppung gelegt. Nach einer kurzen Vorführung einer Arbeitstätigkeit in einem CSA-Anzug wird der Trupp aus drei Kameraden vor der Absperrgrenze durch Kameraden des dritten Zuges in Tyvek®-Anzügen in Empfang genommen und dekontaminiert. Jeder Kamerad der die Dekonstelle durchläuft wird nach dem reinigen im Duschzelt aus seinem CSA-Anzug befreit und in den "Weißbereich", also den nicht mehr kontaminierten Bereich entlassen, wo in der Regel die Arztgruppe die Vitalfunktionen der CSA-Träger überpfüft.

Der Ausbildungtag hat wieder reibungslos funktioniert und es konnte ein umfangreicher Einblick in die Arbeit der Umweltfeuerwehr gegeben werden.
Sollten sich Kameraden durch diesen Ausbildungstag über einen kurzen Einblick hinaus im Bereich Gefahrstoffe engagieren wollen würden wir uns über einen Besuch an einem unserer Dienstabende freuen.

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