Umweltfeuerwehr

Truppmannausbildung Teil 2 – Praxisausbildung 'gefährliche Stoffe'


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Umweltfeuerwehr

Wie schon in den vergangenen Jahren übernimmt die Umweltfeuerwehr, im Rahmen der Kreisausbildung, die Ausbildungseinheit „gefährliche Stoffe“. Diese muss von Anwärtern auf die Prüfung zum Truppmann Teil 2 neben Ausbildungseinheiten wie zum Beispiel der technischen Hilfeleistung durchlaufen werden. Als angehende/-r Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau ist es nicht damit getan zu lernen, wie in Not geratenen Menschen oder Tieren zu helfen ist, sondern insbesondre auch dafür Sorge zu tragen, sich selbst oder andere nicht einer drohenden Gefahr, auch durch Gesundheitsgefährdende Substanzen, auszusetzen.

Nach der Begrüßung gegen 19 Uhr durch Michael Potrafke lernen die 60 Kameraden an drei Stationen, dass nicht jede Gefahr auf den ersten Blick ersichtlich sein muss und mit welchen Schutzmaßnahmen man diesen begegnen kann. Die Kameraden Martin Döscher (Zugführer 2. Zug) und Fabian Martin vermitteln im Kreisschulungszentrum die wichtigsten Eckpfeiler der Arbeit der Umweltfeuerwehr. Schnell können die Lehrgangsteilnehmer erahnen, dass das Thema „gefährliche Stoffe“ eben nicht einfach in CBRN-Lagen (chemisch, biologisch, radioaktiv, nuklear) aufgeteilt werden kann. Dies wird schon in der Unterscheidung zwischen radioaktiv und nuklear deutlich, spricht man doch Umgangssprachlich lediglich von einer ABC-Einheit (atomar, biologisch und chemisch). Schlussendlich ist aber der wichtigste Ausbildungsinhalt die GAMS-Regel, welche sich jeder Kamerad intuitiv in jedem Einsatz vor Augen führen muss:

GGefahr erkennen, denn nur eine erkannte Gefahr kann gebannt werden,
AAbsperren des Gefahrenbereichs, damit sich niemand unbemerkt der Gefahr aussetzen kann,
MMenschenrettung, solange die Gefahr im Rahmen des Auftrages kalkulierbar ist und schlussendlich
SSpezialkräfte nachfordern. Dies können neben Gefahrstoffzügen aber auch Kräfte des THW oder der Polizei sein.

Mit Abschluss des theoretischen Teils folgen zwei weitere Stationen, die den Lehrgangsteilnehmern aufzeigen soll, was besagte Spezialisten an Werkzeugen mitführen um einer entsprechenden Gefahr angemessen zu begegnen. Dazu gehört in der Umweltfeuerwehr der GW-G (Gerätewagen Gefahrgut) des zweiten Zuges, welcher vom Gruppenführer Technik Axel Bode vorgestellt wird. An dieser Station wird lediglich dieses Großfahrzeug vorgestellt, was in Anbetracht der Menge an mitgeführten Arbeitsmitteln durchaus schon einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Als letzte Station gibt es eine Vorführung durch die Kameraden des zweiten und dritten Zuges welche den Arbeitsablauf und das notwendige Zusammenspiel der Züge verdeutlichen soll. In der gezeigten Übung werden verschiedenartige Behältnisse mit Gefahrstoffen geborgen. Besonderes Augenmerk liegt hier auf zwei Elementen: Das arbeiten unter CSA (Chemikalienschutzanzügen) im Gefahrenbereich sowie die abschließende Dekontamination eben jener Anzüge. Die Ausbilder heben hier insbesondere den zeitlichen Charakter der Arbeit hervor, der durch zusätzliches Gewicht der Ausrüstung und den damit erhöhten Verbrauch von Luft, aber auch durch die notwendige Zeit für eine Dekontamination, die Einsatzzeit eines jeden Trupps stark minimiert.

Abschließend bedanken sich die Ausbilder für die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und wünschen viel Erfolg bei der noch ausstehenden Prüfung. Auch wird den Kameraden mit auf den Weg gegeben, dass die FB 4 sich nicht nur aus Kameraden aus Northeim zusammensetzt und „irgendwie im Landkreis vorhanden ist“, sondern das alle Anwesenden aus dem gesamten Kreisgebiet kommen und die Übungsdienste freiwillig neben den regulären Dienstabenden der Ortswehren besuchen. Wer also Interesse an dieser Form der Gefahrenabwehr hat, ist gerne eingeladen die kommenden Übungsdienste der Umweltfeuerwehr zu besuchen.

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