Umweltfeuerwehr

Radioaktive Nullraten im Landkreis Northeim für das Jahr 2012 durch den 3. Zug ermittelt


Autor

Lennart Lohrenz

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Um für radiologische oder nukleare (Groß-) Schadenereignisse vorbereitet zu sein, gehört ein Mal im Jahr zum festen Aufgabenspektrum des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr die Ermittlung der aktuellen terrestrischen Nullraten im gesamten Landkreis Northeim. Dies findet in der Regel im Rahmen einer Alarmübung statt, da die Kameraden so am besten und realistischsten für den Ernstfall üben können. So auch wieder am Samstagmorgen des 2. Juni 2012 geschehen. Um 8:45 Uhr wurde der 3. Zug der Umweltfeuerwehr über digitale Funkmeldeempfänger alarmiert. Die Einsatzkräfte wurden durch die Einsatzleitstelle Northeim darüber in Kenntnis gesetzt, dass es sich bei dem Einsatz um eine Lage mit Gefahrstoff der Klasse 7 (radioaktive/spaltbare Stoffe) handelt.

Kurze Zeit später rückten die in Bad Gandersheim und Northeim stationierten Kräfte mit Spezialausrüstung für den Strahlenschutzeinsatz zum Autohof nach Northeim aus, wo sich der Sammelpunkt befand. Dort angekommen wurden die Kameraden durch den Übungsleiter, den stellv. Gruppenführer Messtechnik Manuel Witte aus Wrescherode, zunächst in die Übungslage eingewiesen. Daraufhin rüsteten sich die Feuerwehrmänner mit der erforderlichen Schutzausrüstung aus und traten truppweise nebeneinander an, um die weiteren Befehle zur Abarbeitung dieses Einsatzes zu erhalten. Als nächstes wurde auf dem Autohof der so genannte „Kontaminationsnachweisplatz“ errichtet, um die Einsatzkräfte, sobald sie von ihren Messpunkten zurückkehren, auf radioaktive Kontamination überprüfen zu können. Nachdem dies geschehen ist, erfolgte anschließend die Einteilung der Kräfte auf die Messfahrzeuge und die Ausgabe der Materialien zur Dokumentation der Nullraten. Durch dasMessleitfahrzeug (MLF) wurden die Fahrzeugbesatzungen dann zu den 16 festgelegten Orten im Landkreis Northeim dirigiert, an denen die Nullrate zu ermitteln ist. Neben der Dokumentation der Messwerte galt es auch ergänzende Boden- und/oder Wasserproben zu nehmen.

Nach rund viereinhalb Stunden waren alle Ziele erreicht, Messwerte dokumentiert, Proben genommen und alle Einsatzkräfte auf Kontamination überprüft. Daraufhin konnte das Ende der Übung bekannt gegeben werden. Im Anschluss wurde zunächst das genutzte Material wieder einsatzbereit gemacht und auf den Fahrzeugen verlastet. Danach traten die Kameraden des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr noch einmal gemeinsam zu einer kurzen Übungsnachbesprechung an. Hierbei dankten die Führungskräfte des 3. Zuges den anwesenden Kameraden für die unter Beweis gestellte Einsatzbereitschaft. Sie zeigten sich alle mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Als Übungsbeobachter war auch der Strahlenschutzingenieur und Fachberater Strahlenschutz des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr Bernd Kopka aus Northeim vor Ort. Auch er lobte den professionellen und geordneten Ablauf dieser Einsatzübung.

Gegen 14 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder in ihre Wachen nach Northeim und Bad Gandersheim einrücken.

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