Umweltfeuerwehr

Kommando des 3. Zuges zu Gast bei der Berliner Feuerwehr


Autor

Lennart Lohrenz

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Das Wochenende vom 14. bis zum 15 Juni 2014 stand für die Kommandomitglieder des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr ganz im Zeichen der Fortbildung. Ziel der diesjährigen Kommandofortbildung war die Berliner Feuerwehr. Ein Gruppenführer des ABC-Zuges pflegt freundschaftliche Kontakte zu Kollegen der Berliner Feuerwehr, wodurch die Gelegenheit entstand, sich zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema 'Dekontamination von Verletzen' und der damit verbundenen Umsetzung der deutschen Trinkwasserverordnung mit den Berliner Kollegen zu treffen.

So machten sich am frühen Samstagmorgen acht Kommandomitglieder von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Bad Gandersheim aus auf den Weg nach Berlin. Dort angekommen bezogen die Kameraden vorerst ihr Hotel in der Bernauer Straße im Stadtteil Prenzlauer Berg, bevor sie sich in Richtung Regierungsviertel und Brandenburger Tor machten, um sich die obligatorischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt anzusehen.
Im Anschluss ging es nach Berlin Charlottenburg und dem dort stationierten Technischen Dienst der Berliner Feuerwehr. Der Technische Dienst ist die Spezialeinheit der Berliner Feuerwehr für schwere technische Hilfeleistungen und Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Dort angekommen wurden die acht Kameraden aus dem Landkreis Northeim durch einen Kollegen der Berliner Feuerwehr herzlich begrüßt und über ein paar Daten und Fakten der Berliner Feuerwehr informiert. So wurden die Kameraden zum Beispiel darüber informiert, dass die Berliner Feuerwehr mit ihren 35 Feuer- und Rettungswachen, 186 Löschfahrzeugen, 41 Hubrettungsfahrzeugen, 208 Rettungsdienstfahrzeugen und mehr als 3.800 hauptamtlichen Feuerwehrleuten die größte Berufsfeuerwehr Deutschlands ist. Im Anschluss an die Begrüßung fand eine sehr ausführliche Führung über das Gelände des Technischen Dienstes statt, bei denen die einzelnen Spezialfahrzeuge ausgiebig erklärt und ihre Einsatzmöglichkeiten deutlich gemacht wurden. Hierbei wurde insbesondere auf die Abrollbehälter für die Dekontamination und die Gefahrstoffbeseitigung und deren Beladung eingegangen. Während der Führung fanden sehr angeregte und interessante Fachgespräche zwischen den diensthabenden Feuerwehrleuten der Berliner Feuerwehr und den Kameraden der Umweltfeuerwehr des Landkreises Northeim statt, bei denen beide Seiten viel voneinander erfahren und lernen konnten. Nach diesem sehr ausgedehnten Fachbesuch beim Technischen Dienst wurden die Northeimer noch zu einem Besuch auf die benachbarte Leitstelle eingeladen. Die Leitstelle der Berliner Feuerwehr ist rund um die Uhr mit etwa 20 Mitarbeitern besetzt. Pro Tag werden durch die dortigen Kollegen ca. 4.000 Notrufe aus dem gesamten Stadtgebiet der Hauptstadt entgegen genommen, aus denen etwa 1.300 Einsätze für die Feuerwehr und die Rettungsorganisationen resultieren. Während Großveranstaltungen wie dem Public Viewing vor dem Brandenburger Tor mit bis zu 100.000 Zuschauern können durchaus auch bis zu 2.600 Einsätze pro Tag entstehen. Nachdem auch dieser eindrucksvolle Teil beendet war, wurden die Kameraden der Umweltfeuerwehr in Berlin Charlottenburg verabschiedet und machten sich wieder auf den Weg in den Stadtteil Prenzlauer Berg. Dort ging es allerdings noch nicht zurück zum Hotel, sondern zu ihrem letzten Termin bei der Berliner Feuerwehr, zu einer Besichtigung der Feuer- und Rettungswache Prenzlauer Berg, der ältesten Feuerwache in Deutschland. Nachdem die Wache und Fahrzeuge begutachtet waren, konnten die Kameraden der Umweltfeuerwehr ihr mitgebrachtes Dienstfahrzeug auf der Feuerwache abstellen und sich zu Fuß zu ihrem Hotel machen, welches sich in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache befindet, um sich umzuziehen und für die Abendgestaltung fertig zu machen. Den Abend ließen die Umweltfeuerwehrleute gemeinsam mit einigen Kollegen der Berliner Feuerwehr bei vielen Fachgesprächen in entspannter und geselliger Atmosphäre ausklingen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen holten die Kommandomitglieder des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr ihr Fahrzeug wieder von der Feuerwache Prenzlauer Berg ab und traten die Heimreise zur FTZ nach Bad Gandersheim an, die sie gegen 14 Uhr zufrieden und geschafft wieder erreichten.

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