Umweltfeuerwehr

Jahreshauptversammlung der Umweltfeuerwehr


Autor

Horst Lange

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Zur Jahreshauptversammlung im Feuerwehr-Kreisschulungszentrum in Northeim konnte der Bereitschaftsführer der Feuerwehrbereitschaft 4 (Umweltfeuerwehr FB 4) wieder zahlreiche Vertreter des Landkreises, der Kreisfeuerwehr, der Ortsfeuerwehren und anderen Organisationen des Landkreises begrüßen. Ganz besonders begrüßte er die Mitglieder seiner Bereitschaft.

In seinem Jahresbericht hob er hervor, dass das vergangene Jahr ein turbulentes Jahr mit vielen Einsätzen, Übungen, Ausbildungen und sonstigen Veranstaltungen war. Sawastianow zählte einige spektakuläre Einsätze, Übungen und Aktionen auf.

Insgesamt mussten 66 Einsätze von den Helfern und Helferinnen in den verschiedenen Zügen bewältigt werden.

Dieses waren:

  • 1 Gefahrstoffeinsatz,
  • 2 Einsätze mit der Wärmebildkamera,
  • 2 Gefahrstoffberatungen,
  • 4 Tauch und Wasserrettungen,
  • 1 Öleinsatz,
  • 9 Messeinsätze und
  • 47 NEF-Einsätze der Arztgruppe ( zusätzlich auch bei Tauch- und Gefahrstoff und Personensuche )
    • davon 8 NEF-Bereitstellungen und 8 NEF-Abbrucheinsätze der Arztgruppe
Aus dem Bericht der Arztgruppen den Jens Küsel vorgetragen hat, konnte man hören, das die Arztgruppe aus 14 Mitgliedern besteht. Dieses sind Notärzte / Notärztinnen, Rettungsassistenten / Rettungssanitätern sowie Fachberater Hygiene. Die Anzahl der Einsätze und Übungsstunden haben zum Vorjahr deutlich zugenommen.

Insgesamt wurden von der Arztgruppe im vergangenen Jahr 247 Personen medizinisch versorgt und betreut. Darunter fielen der Gefahrstoffeinsatz in Hann.-Münden, der Zimmerbrand im Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen in Moringen, der Großbrand bei den Harz-Weser-Werkstätten in Dassel und der Hochwassereinsatz im Amt Neuhaus bei dem mehrere Feuerwehrleute, DLRG, THW, Bundeswehrangehörige und Zivile Helfer von der Arztgruppe und den Helfern der Johanniter-Unfall-Hilfe Northeim versorgt und betreut wurden.

Bedingt durch die Erfahrungswerte ist die Arztgruppe der FB 4 für weitere Großschadenslagen gerüstet und hat ein Konzept erstellt für die Versorgung von Feuerwehrkräften und Hilfsorganisationen an Großschadenslagen überörtlich. Nicht nur Einsätze beschäftigte die Arztgruppe, so standen auch zahlreiche Übungs- und Ausbildungsdienste, Atemschutz-Notfalltraining und Weiterbildungen auf dem Programm.

Aus dem Bericht des 1. Zugs Wasserrettung, den der stellvertretende Zugführer Jörg Spölstra verlesen hatte, erfuhr man, dass der Zug aus 3 Feuerwehrlehrtauchern, 9 Feuerwehrtauchern und 5 Feuerwehrtauchanwärtern besteht. Der Übungsdienst der Feuerwehrtaucher beginnt immer im Februar mit dem wöchentlichen Dienstabenden und endet im November.

Die Freiwassersaison wurde offiziell an einem Wochenende im Mai mit Tauchfreunden aus Hameln und Clausthal- Zellerfeld am Sundhäuser See in Nordhausen eröffnet. Im November haben drei Taucher an einer Veranstaltung der AGFFN in Eckernförde teilgenommen. Im Dezember begann für fünf Taucher eine Vorbereitung für Feuerwehrtaucher der Stufe I und II bei der sie anschließend auch eine Prüfung zum Feuerwehrlehrtaucher ablegen müssen.

Zugführer des 2. Zugs Chemie und Strahlenschutz der FB 4, Martin Döscher berichtete, das wie jedes Jahr einige kleine Mess- und Wärmebildkamera-Einsätze zu verzeichnen waren und von einem LKW-Unfall, wo bei einem Tanklastzug eine Kammer mit Heizöl umgepumpt werden musste. Weiterhin von 12 Einsätzen die im Landkreis Northeim abgearbeitet wurden. Döscher führte an, das die Führungskräfte bei Einsätzen einmal mehr bei Gefahrguteinsätzen und anderen Giftigen Gasen die FB4 anfordern sollen, denn die Sicherheit der Einsatzkräfte steht an erster Stelle. In dem 2. Zug versehen zurzeit 38 Feuerwehrleute ihren Dienst.

Für den 3. Zug ABC-Zug berichtete der stellvertretende Zugführer Gary Scheele, dass der Zug aus 36 Feuerwehrleuten besteht. Sie haben an 68 Dienstveranstaltungen mit 6500 Stunden teilgenommen. Zusätzlich kommen noch die Dienste in ihren Ortsfeuerwehren. An 8 Einsätzen von den 66 Einsätzen der Bereitschaft war der 3. Zug beteiligt. Einen besonderen Einsatz gab es für die 10 Feuerwehrleute des 3. Zuges. Sie waren zusammen mit der FB 2 und der Arztgruppe beim Hochwassereinsatz im Amt Neuhaus eingesetzt. Sie stellten für die dortigen Kräfte Duschen mit Warmwasser und in Deichnähe Zelte für einen Behandlungsplatz für die Arztgruppe auf. Weiterhin hatten sie mehrere Zuginterne Übungen und gemeinsame Übungen wie zum Beispiel der BHP Komponente Task Force Rettungsdienst LK-Northeim und die erste Veranstaltung der Medical Task Force im LK Northeim.

Weiterhin besuchten einige Feuerwehrleute Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene und an den Landesfeuerwehrschulen Celle und Loy und an der AKNZ Ahrweiler. Zum Jahresende gab es noch eine personelle Veränderung im 3. Zug. Lars Steinhoff stellte zum 31.12.2013 sein Amt als Gruppenführer-Dekon zur Verfügung und verließ gleichzeitig die Bereitschaft.

Lars Steinhoff trat am 28.06.2002 in die Bereitschaft ein und übernahm am 02.03.2004 das Amt Gruppenführer-Dekon. Während dieser Zeit arbeitete er aktiv am Dekon- und Dekon V Konzept des 3. Zuges mit.

Neuer Gruppenführer-Dekon wurde Sebastian Wollenweber und sein Stellvertreter ist Fabian Martin. Die Führung der Dekon-Gruppe besteht nun aus jungen und erfahrenen Feuerwehrleuten, jetzt fehlt nur noch eine zeitnahe Ersatzbeschaffung für das 36 Jahre alte Dekontaminations-Mehrzweckfahrzeug (DMF), um den Altersdurchschnitt der Gruppe nach unten zu korrigieren. Das Fahrzeug das 1978 gebaut wurde und in der Farbe Orange in Dienst gestellt wurde, war es ein Einsatzfahrzeug für den Zivilschutz des Bundes. Nachdem die Umweltfeuerwehr im Landkreis Northeim gegründet wurde, wurde das DMF-Fahrzeug dem 3. Zug der FB 4 unterstellt. Über die Jahre hin wurde dessen Beladung so angepasst, verändert und umgerüstet, dass es in das heutige Einsatzkonzept der Bereitschaft eingegliedert ist und auf das nicht mehr verzichtet werden kann. Vor einigen Jahren erklärten sich die Mitglieder des 3. Zuges bereit, das Fahrzeug komplett in einer vierwöchigen Aktion zu restaurieren und in Feuerwehrrot (RAL 3000) zu lackieren.

Natürlich steigt altersbedingt immer häufiger der Wartungs- und Reparaturbedarf des Fahrzeuges. Da Motor und Mechanik inzwischen schon Probleme aufweisen, hoffen die Feuerwehrleute dass dieses Fahrzeug noch so lange durchhält, bis es durch eine Ersatzbeschaffung abgelöst wird.

Nachdem die einzelnen Berichte des Bereitschaftsführers und der einzelnen Züge vorgetragen worden waren, standen Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. Diese wurde vom Kreisbrandmeister Bernd Kühle und Bereitschaftsführer Peter Sawastianow vorgenommen.

Für 11 Jahre als Webmaster der Internetadresse der Umweltfeuerwehr bekam Michael Rieger (Erzhausen) einen Präsentkorb.

Für 25 Jahre in der Umweltfeuerwehr bekamen Klaus Beikirch (Bishausen), Wolfgang Voß (Langenholtensen) und Peter Sawastianow (Ellensen) eine Urkunde, und einen Florian aus Keramik.

Das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber bekam Klaus Beikirch überreicht. Von 1972 bis 1988 war Klaus Beikirch aktives Mitglied im THW, danach trat er am 01.04.1988, sowohl in die Freiwillige Feuerwehr, als auch in die neu gegründete Feuerwehrbereitschaft 4 ein. Von 2001 bis 2004, nachdem er die erforderlichen Lehrgänge besucht hatte, führte er als Zugführer den 2. Zug der FB 4. Seitdem ist er für die Modernisierung der Einsatzkleidung und die Planung der Einsatzfahrzeuge des 2. und 3. Zugs, sowie mit dem Thema 'Ölwehr' verantwortlich. Außerdem ist Klaus Beikirch seit 1996 in der Kreisausbildung im Lehrgang 'Gefährliche Stoffe' tätig.

Zum Oberlöschmeister wurde Manuel Witte (Wrescherode) befördert.
Zum Hauptlöschmeister wurde Lennart Lohrenz (Altgandersheim) befördert.

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