Umweltfeuerwehr

Jahreshauptversammlung der Umweltfeuerwehr


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Für Freitag den 21.01.2011 um 19:00 Uhr hatte der Bereitschaftsführer Peter Sawastianow Gäste, Ehrengäste, sowie alle Mitglieder der Feuerwehrbereitschaft 4 (FB 4) zu der stattfindenden Jahreshauptversammlung in das Kreisschulungszentrum der Kreisfeuerwehr Northeim eingeladen. Peter Sawastianow konnte um 19:05 Uhr vom Landkreis Northeim den Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung Peter Ahrens, von der Polizeiinspektion Northeim Jürgen Horst und Günther Klinge, von der Ortsfeuerwehr Northeim Oliver Maciej, vom Technischen Hilfswerk, Ortsverband Northeim, Michael Kiehne, Abschnittsbrandmeister und stellvertretenden Kreisbrandmeister Manfred Voß, den Pressesprecher der Pressegruppe der Kreisfeuerwehr Northeim Horst Lange, das Ehrenmitglied der FB 4 Dieter Brinkmann und die Mitglieder der FB 4 recht herzlich begrüßen.

Nachdem der Schriftführer Maik Thebes die Niederschrift vom vergangenen Jahr verlesen hatte und keine Wortmeldungen gegen die Niederschrift von der Versammlung kamen, verlas Peter Sawastianow seinen Jahresbericht.

Das vergangene Jahr, war ein ereignisreiches Jahr mit vielen Einsätzen, Übungen, Ausbildungen und sonstigen Veranstaltungen.

An Einsätzen mussten die Mitglieder der FB 4, die neben dem Einsatzdienst in der Feuerwehrbereitschaft, noch am Einsatz- und Übungsdienst ihrer jeweiligen Ortsfeuerwehr teilnehmen, 31 Mal ausrücken. Dieses waren Einsätze mit der Wärmebildkamera, Einsätze für die Arztgruppe der FB 4 mit ihrem Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF), Gefahrstoffeinsätze, Bereitstellen der Zelte, Messeinsätze nach Bränden, Einsätze für die Tauchgruppe, Schlauchsperren auf Gewässern, Arbeiten mit dem Kran vom Gerätewagen-Nachschub (GW-N) und einige mehr.

Neben den Einsätzen, nahmen die Kameraden und Kameradin der FB 4 auch an mehreren Übungen und Veranstaltungen teil. Laut Peter Sawastianow musste die geplante Alarmübung am 30.01.2010 der Taucher des 1. Zuges der FB 4 leider wegen der ungünstigen Wetterlage ausfallen. Wegen dem starken Schneefall mit enormer Straßenglätte, konnten die Verantwortlichen eine Alarmübung nicht zulassen. Der zweite ausgesuchte Termin ist dann aus dem gleichen Grund abgesagt worden. Der 3. Zug legte am 17.04.2010 die Null-Rate nach einem angenommenen Störfall eines Atomkraftwerkes im Landkreis Northeim fest. Am 18.05.2010 machten der 3. Zug mit der Arztgruppe der FB 4 und Helfern der Schnellen Eingreiftruppe (SEG) der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) den Helfern des Deutschen-Roten-Kreuzes (DRK) Altes Amt eine Übung auf dem Gelände einer Drahtwarenfabrik in Altgandersheim. Hier musste ein Behandlungsplatz für mehrere verletzte Personen eingerichtet werden. Bei dieser Übung stellte die Arztgruppe den Notarzt und unterstützte den Rettungsdienst. Die Übungsleitung und die Übungsbewertung wurde von dem Kameraden Jens Küsel von der Arztgruppe der FB 4 übernommen. Weil der Monat Mai so schönes Wetter hatte, wurde am 29.05.2010 eine Alarmübung mit dem 1. Zug und dem 3.Zug der FB 4 unter Mitwirkung der SEG-JUH, der Rettungshundestaffel der JUH, der Arztgruppe mit mehreren Notärzten und einigen Sporttauchern sowie dem THW-OV-Northeim mit ihren Booten durchgeführt. Angenommen wurde, dass bei einem Tauchlehrgang sechs Sporttaucher in Not geraten sind. Diese mussten von Tauchern des 1. Zuges der FB 4 mit Booten gerettet und anschließend an die Notärzte und den Rettungsdienst übergeben werden. Ein Behandlungsplatz musste für diese Übung von den Kameraden des 3. Zuges aufgebaut werden. Schöne Erinnerungen bescherte den Kameraden und der Kameradin die Wochenendübung „Oberharz 2010“ in Clausthal-Zellerfeld. Hier galt es mehrere Übungen mit Kameraden und Helfern anderer Organisationen abzuarbeiten. Hier wurden Tauchgänge und Stationsausbildung, kombinierte Gefahrstoffübungen und Tauchausbildung sowie Festlegung der Null-Rate im Gemeindegebiet von Clausthal-Zellerfeld geübt. Zum Jahresende am 11.12.2010 hat der 3. Zug der FB 4 am Sole-Waldschwimmbad in Bad Gandersheim geübt und gezeigt was sie gelernt haben. Weiterhin haben die Feuerwehrleute diverse Übungen mit dem Rettungsdienst und der SEB-ABC THW durchgeführt.

Weiterhin berichtete Peter Sawastianiow, dass es einige Neuzugänge in den einzelnen Zügen der FB 4 gibt.

Auch für das Jahr 2011, das gerade begonnen hat, ist der Terminplan mit unendlich vielen Terminen und Aktionen bespickt. Die drei wichtigsten sind im März das Ausrichten vom Arbeitskreis Gefährliche Stoffe Südniedersachsen in Northeim. Im April Truppmann 2 Ausbildung und am 02.07.2011 im Schützenzelt Fredelsloh das 25-jährige Bestehen der FB 4 im Landkreis Northeim.

Am Schluss seines Berichtes dankte er allen für die gute Zusammenarbeit und hofft, dass weiterhin alle gesund und unversehrt aus Dienst und Einsatz zurückkehren.

Im Anschluss an den Jahresbericht von Peter Sawastianow gaben die Zugführer der einzelnen Züge ihren Jahresbericht ab. Zugführer Thomas Sattler vom 1. Zug –„Wasserrettung“ gab der Versammlung bekannt, dass die Taucher im vergangenen Jahr zu 8 Einsätzen gerufen wurden, wo es um eine Personensuche / -rettung ging. Weiterhin nahmen sie auch an verschiedenen Übungen und Veranstaltungen anderer Hilfsorganisationen teil.

Martin Döscher, Zugführer des 2. Zuges „Chemie und Strahlenschutz“ meinte, dass es im vergangenen Jahr von den Einsätzen etwas ruhiger war. Neben dem Gefahrstoffeinsatz Anfang Februar in der Turnhalle der Burgbergschule in Katlenburg und dem Öleinsatz auf der Leine am 12.12.2010, wo es den ganzen Tag geschneit hatte, ist der 2. Zug von größeren Einsätzen verschont geblieben. Bei dem ersten Einsatz hat es sich gezeigt, dass in dem 2. Zug mehrere gut ausgebildete Elektriker oder Elektrotechnikermeister vorhanden sind. In kürzester Zeit konnte die Notstromanlage fachgerecht demontiert werden und somit das Feuer schneller bekämpft werden. Und bei dem Einsatz auf der Leine hat es sich gezeigt, dass sich das viele üben mit der Ölsperre gelohnt hat. In dem 2. Zug versehen seit Anfang dieses Jahres 37 Feuerwehrleute ihren Dienst. Nachdem wir uns lange dagegen wehren konnten, haben wir seit letztem Jahr eine Kameradin in den Reihen des 2. Zuges. Die Hauptfeuerwehrfrau Sina Rusteberg, die schon 11 Jahre bei der Feuerwehr ist und ihr Handwerk versteht, hat sich in die Reihen der Feuerwehrkameraden eingereiht, beißt sich tapfer durch und steht ihren Mann und dafür verdient Sie meine Anerkennung, laut Martin Döscher. Martin Döscher gibt in seinem Bericht weiter an, dass er mit dem vorhandenen Personal sehr zufrieden ist, das zeigen auch die geleisteten Stunden. Der Zug kommt auf 4565,5 Stunden geleistete Arbeit, ein Kamerad kam sogar alleine auf 314 Stunden ehrenamtliche Zeit.

Michael Potrafke, Zugführer des 3. Zuges „ABC-Zug“ gab in seinem Jahresbericht bekannt, das die 33 Feuerwehrleute des 3. Zuges an 67 Dienstveranstaltungen teilgenommen haben und insgesamt 5250 Dienst- und Einsatzstunden geleistet haben. Weiterhin haben sie an 10 von den 31 Einsätzen der FB 4 teilgenommen. Es gab auch zuginterne Übungen, an denen auch Einheiten von dem Gefahrstoffzug Einbeck und den SEG-DRK und JUH teilgenommen hatten.

Nach dem Bericht des Kassenwartes Volker Hübchen und dem Bericht der Kassenrevision von Michael Reuter wurde als neuer Kassenprüfer Melf Behrens aus Hardegsen gewählt.

Bei den Ansprachen der Gäste dankte Fachbereichsleiter Peter Ahrens den Feuerwehrleuten für ihre geleisteten Stunden zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen im Landkreis (LK) Northeim. Der LK hat der Bereitschaft Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung gestellt, damit sie diese Einsätze fachgerecht abarbeiten können. Er weiß auch, dass das Geld für die Anschaffung, trotz der schlechten Finanzlage, eines neuen GW-G, der noch in diesem Jahr kommen soll, gut angelegt ist.

Der Umweltsachbearbeiter Günther Klinge von der Polizeiinspektion Northeim bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und stellte den neuen Sachbearbeiter für die Gefahrenabwehr Jürgen Horst von der Polizeiinspektion Northeim vor. Günther Klinge hat ein anderes Arbeitsgebiet bei der Polizeidirektion in Göttingen übernommen.

Oliver Maciej, Zugführer von der Freiwilligen- und Schwerpunktfeuerwehr Northeim, übergab dem Bereitschaftsführer der FB 4 eine Einladung zum 125-jährigen Jubiläum der Ortsfeuerwehr Northeim. Dieses Jubiläum soll mit einem 'Tag der Retter' im Stadtgebiet von Northeim gefeiert werden. Dazu sollte die FB 4 auch ihre Fahrzeuge und Gerätschaften ausstellen.

Abschnittsbrandmeister und stellvertretender Kreisbrandmeister Manfred Voß bedankte sich auch im Namen von dem Kreisbrandmeister Bernd Kühle bei den Kameraden der FB 4 für ihre geleistete Arbeit in dem vergangenen Jahr. Er gab einen kurzen Überblick über die Landesfeuerwehrschulen Loy und Celle. Laut Auskunft des Innenministers soll die ehemalige Kaserne in Celle Scheun als Akademie für Brand- und Katastrophenschule umgebaut werden, da in der jetzigen Schule nur eine Kapazität für 180 Teilnehmer für Lehrgänge pro Woche zur Verfügung steht. Ein Anbau oder Erweiterungsbau an der Schule am Bremer Weg ist aus Platzgründen nicht möglich. Der LK Northeim hat im vergangenen Jahr nur 50 % seiner angeforderten Lehrgänge bekommen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung beförderte Abschnittsbrandmeister und stellvertretende Kreisbrandmeister Manfred Voß, Peter Herbst (Echte) zum Ersten Hauptfeuerwehrmann, Melf Behrens (Hardegsen) zum Löschmeister, Michael Junge (Hillerse) zum Oberlöschmeister und Dennis Pfüller (Northeim) und Thomas Sattler (Northeim) zu Brandmeister.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes, stellte sich Ralf Schiffner von der Arztgruppe der FB 4 vor. Er ist seit dem 01.01.2011 Feuerwehrarzt und erhielt am 06.01,2011 aus den Händen von dem ersten Kreisrat Dr. Hartmut Heuer das Bestellungsschreiben zum Kreisfeuerwehrarzt in dem Landkreis Northeim.

In dem Schreiben heißt es: Zahlreiche gravierende Schadenslagen in der Vergangenheit haben den Bedarf für die neu zu schaffende Position des Kreisfeuerwehrarztes als ehrenamtlich tätige Person verdeutlicht. Ein medizinischer Fachberater, welcher durch seine aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr in besonderem Maße Kenntnis von der Arbeit der Feuerwehr hat und diese in Verbindung mit seinen medizinischen Fachkenntnissen besonders sachkundig beurteilen kann, ist in der heutigen Zeit unverzichtbar geworden.

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