Umweltfeuerwehr

Gemeinsamer Ausbildungsdienst der Arztgruppe mit der Feuerwehr Berka


Autor

Jens Küsel

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'Technische Rettung und medizinische Versorgung nach einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person' und 'Zusammenarbeit mit Rettungsdienst' lautete das Übungsziel für die Übungslage bei der einem gemeinsamen praktischen Ausbildungsdienst der Arztgruppe mit der Freiwilligen Feuerwehr Berka/Gemeinde Katlenburg/Lindau. In einem zuvor erfolgten theoretischen Ausbildungsabend durch den Kreisfeuerwehr-Arzt Ralf Schiffner wurde den Kameraden der Feuerwerhr Berka das Verletzungsmuster eines Polytrauma nach einem Verkehrsunfall erklärt. Hier erfuhren die Kameraden und Kameradinnen welche Maßnahmen der Rettungsdienst bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person trifft, welche Unfallmechanismen abgearbeitet werden sowie die medizinischen Maßnahmen wurden ausführlich definiert und geschult. Ferner wurde auf die notwendige Zusammenarbeit Feuerwehr/Rettungsdienst hingeweisen.

Dieser Unterricht wurde dann am 27.05.2014 in einer praktischen Übung, geleitet durch den Ortsbrandmeister Gunnar Bierwirth, umgesetzt. Zuvor wurde ein PKW welcher der verschrottung zugeführt werden sollte an einem Feldweg in einem Graben platziert, sodass die Einsatzkräfte eine realitätsnahe Übungslage vorfanden. Nach einer kurzen Einteilung der Fahrzeuge der FF Berka, diese verfügt neben einem TSF zusätzlich über einen Rüstwagen aus Beständen des Bundes, den die Gemeinde vor Jahren übernehmen konnte und der bei der AAO der Gemeindefeuerwehr bei dem Stichwort: 'VU eingeklemmter Person' mit der FF Katlenburg und dem Rüstwagen RW 2 der FTZ Northeim zusätzlich mit zum Einsatz kommt. Der Einsatzleiter/Gruppenführer der Feuerwehr Berka musste zunächst eine Lageerkundung durchführen und anschließend eine korrekte Lagemeldung an die Einsatzleitstelle durchgeben, hier wurde auch schon darauf geachtet über Anzahl und Verletzungsmuster der Verletzten um gegebenenfalls weitere Rettungskräfte durch die Einsatzleitstelle alarmieren zu lassen.
Parallel zur Erkundung erfolgte die Absicherung der Einsatzstelle sowie das Absichern des Unfallfahrzeug durch diverse technische Gerätschaften des Rüstwagens und Sicherstellung des Brandschutz. Ebenfalls wurde eines Ablageplatz für die technischen Gerätschaften sowie eine Ablage für Schrott vom PKW eingerichtet. Das NEF baute einen Ablageplatz für die medizinischen Ausrüstung auf die dann gemeinsam allen Einsatzkräfte erklärt wurde damit die Einsatzkräfte der Feuerwehr wissen welche Ausrüstung der Rettungsdienst benötigt. Nach Eintreffen des NEF der Arztgruppe wurde mit dem Einsatzleiter der FF die Einsatzlage für alle Kameraden kurz besprochen und das weitere vorgehen mit dem Notarzt geklärt. Es erfolgte eine Zugangsöffnung für ein inneren Retter der zunächst Kontakt mit den Verletzen aufnahm und den Notarzt über Verletzungsmuster informierte.
Gleichzeitiges Ausbildungsziel war das Üben mit dem hydraulischen Rettungssatz des Rüstwagens, hier konnte die Arztgruppe die Kameraden mit kleinen Tricks und Kniffen unterstützen da die Besetzung des NEF aus aktiven Mitgliedern der FF Northeim bestand die über jahrelange Einsatzerfahrung mit der technischen Rettung verfügen.
Nach der ersten Zugangsöffnung wurde der Verletzte medizinisch versorgt (EKG; Pulsoxymetrie, venöser Zugang, HWS Immobilisierung/Patientenschutz). Diese Maßnahmen wurden unter Einbindung der Kameraden der Feuerwehr Berka durchgeführt. Da der Verunfallte massiv eingeklemmt war musste eine weitere größere Zugangsöffnung geschaffen werden und anschließend noch das Dach des PKW entfernt werden. Zusätzlich wurde die Einsatzstelle noch großräumig ausgeleuchtet. Immer wieder wurde mit dem Einsatzleiter FF und dem Notarztteam die weiteren Maßnahmen besprochen und erklärt um die Kommunikation untereinander zu erlernen.
Abschließend erfolgte eine Rettung per Spineboard gemäß ITLS(Standardvorgehensweise bei Polytraumapatienten) unter Mithilfe der Kameraden der FF Berka.

Anschließend erfolgte eine Nachbesprechung bei dieser zahlreiche Fragen und Anregen erklärt und besprochen wurden. Gemeinsam wurde dann die Übungslage und die Gerätschaften zurückgebaut und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Am Gerätehaus erfolgte dann noch eine kurze Besprechung und es konnte noch ein kaltes alkoholfreies Getränk genossen werden.

Ein besonderer Dank an den OBM FF Berka für den tollen Ausbildungsdienst mit der FF Berka.

Für den Herbst 2014 ist voraussichtlich ein weiterer Ausbildungsdienst geplant mit dem Schwerpunkt Atemschutznotfall.

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