Umweltfeuerwehr

Gemeinsame Rettungsübung auf dem Freizeitsee Northeim


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Eine gemeinsame Rettungsübung veranstalteten die DLRG, JUH, die Notarztgruppe FB 4 der Feuerwehr Northeim sowie der THW Ortsverband Northeim am letzten Sonntag.
Eine gemeinsame Planungsgruppe erarbeitete eine Lage, die für alle Beteiligten, entsprechend ihren Fachdienstaufgaben, Schadensbilder lieferte.

Nachdem man sich gemeinschaftlich auf dem OBI Parkplatz in Northeim traf, wurden die Einheiten zu unterschiedlichen Zeiten abgerufen.
Zuerst aber ging der „ Notruf“ bei der DLRG Northeim ein, die mit ihrem Quad zur hilflosen Person, Brustschmerz, fuhren.

Die Erkundung gab medizinisch einen Herzinfarktverdacht her aber auch die Problematik des Höhenunterschieds zur Wasseroberfläche. Eine technische Lösung wurde gebraucht . Das THW wurde daher mit Technik und Booten alarmiert. Sogleich rückten die THW- Kräfte als Erste aus dem Bereitstellungsraum mit Zug Trupp, Gerätekraftwagen 1 und Mehrzweckkraftwagen sowie 2 Einsatzbooten zum Freizeitsee ab. In der Zwischenzeit wurde die Arztgruppe mit dem Rettungsdienst per DLRG Booten zum Patienten gefahren. Das THW erhielt vom Einsatzleiter DLRG beim Eintreffen am See die folgende Lage : Auf einem nicht mit dem Rettungswagen erreichbaren Uferbereich muss ein älterer Patient mit Verdacht auf einen Herzinfarkt gerettet werden.

Die Schwierigkeit besteht zusätzlich darin, dass ein mehrere Meter hoher Uferbereich überwunden werden muss. Das THW brachte zur Überwindung des Höhenunterschieds Steckleitern per Boot dorthin .Nachdem die Uferbalustrade entfernt war, wurde der Patient per Schleifkorb, gesichert und unter medizinischer Betreuung der Arztgruppe und der JUH über eine schiefe Ebene ins Boot. gebracht. Danach ging es zurück zur Verletzten Sammelstelle der JUH .In dem Zelt können bis zu 10 Verletzte, nach Sichtung durch Ärzte des FB 4, versorgt werden. Entsprechend der Sichtungskategorie erfolgt die angemessene Betreuung bzw. die Reihenfolge des Abtransports.
Der Patient vermisste seine ihn begleitende Ehefrau. Daraus erfolgte an die DLRG und JUH ein Suchauftrag um sowohl vom Wasser her als auch landseitig das Ufer abzusuchen. Die JUH forderten auch eine ihrer Rettungshundestaffeln an. Vor deren Eintreffen wurde jedoch die Vermisste gefunden.

Um für alle Einsatzkräfte die Situation auf die Übungsspitze zu treiben,kenterte ein mit 20 Personen besetztes Drachenboot.
Auch hier mussten durch DLRG und THW die im Wasser treibenden Personen gerettet werden. Eine Person hatte vermutlich eine Wirbelsäulenverletzung, die einen fachgerechten Transport auf fester Unterlage, einem Sideboard der DLRG, notwendig machte.

Da nur die THW Boote die ausreichende Länge für eine liegende Person aufweisen, erfolgten alle Liegend Transporte mit diesen Booten. Nachdem festgestellt worden war, dass alle "Opfer" in Sicherheit waren, wurde die Übung als beendet erklärt.
Nach Rückbau aller Geräte, Verladung der Boote trafen sich alle Übungsteilnehmer zu einer kurzen Nachbesprechung und einem gemeinsamen Imbiss am Grill.

Dank geht an allen Familienangehörigen, die mal wieder auf Ihre Mütter, Väter oder Kinder an diesem Sonntag verzichten mussten. Übrigens, alle Organisationen würden sich über neue Helferinnen und Helfer freuen.

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