Umweltfeuerwehr

Gefahrstoffübung des 2. Zuges der Umweltfeuerwehr mit der Feuerwehr Hillerse


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Am Vormittag des 05.11.2011 wurde die Ortsfeuerwehr Hillerse zu einem landwirtschaftlichen Anwesen gerufen. Dem Gruppenführer bot sich beim Eintreffen folgende Lage: Ein Landwirt wollte in seinem Treckerschuppen Dünge- und Spritzmittel umlagern. Kurz darauf bemerkte ein Familienmitglied einen Knall. Da der Landwirt auf Rufe nicht reagierte und das Familienmitglied den Treckerschuppen nicht betreten wollte, alarmierte es die Feuerwehr.

Aufgrund dieser Lage beschloss der Gruppenführer der Ortswehr, dass er personell und materiell nicht für diesen Einsatz ausgerüstet war und auch keine eigenen Kräfte ohne spezielle Schutzkleidung zu einer Menschenrettung vorschicken sollte. Also beschränkte er sich auf den Aufbau einer Wasserversorgung und die Vornahme eines C-Rohres zur Absicherung und lies den 2.Zug der Umweltfeuerwehr nachalarmieren. Nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge und einer kurzen Einweisung schickte der Zugführer des 2.Zuges sofort einen CSA-Trupp zur Menschenrettung vor. Dieser erste Trupp war innerhalb von fünf Minuten nach Eintreffen von GW-G und TLF an der Einsatzstelle einsatzbereit und konnte den Vermissten nach wenigen Minuten finden und aus dem Gebäude retten. Da inzwischen auch ein zweiter CSA-Trupp als Rettungstrupp zur Verfügung stand, ging der erste Trupp nach der Menschenrettung nun zur Erkundung der Einsatzstelle und zur Sicherung der ausgetretenen Stoffe vor. Ein scheinbar undichter und umgestürzter Kanister war schon während der Menschenrettung aufgerichtet worden. Dieser wurde nun in einem Überfass gesichert. Die ausgetretene Flüssigkeit auf dem Boden wurde mit Chemikalienbindemittel abgestreut und aufgenommen. Auch ein Karton aus dem Pulver ausgetreten war, wurde in einem Überbehälter gesichert. Gleichzeitig wurden erste Erkundungsergebnisse an den ELW übermittelt.

Kurz vor Ende der Einsatzzeit des ersten Trupps stürzte einer der CSA-Träger um. Sofort wurde dies von seinen beiden Truppmännern an den ELW übermittelt und der Rettungstrupp an der Absperrgrenze zum Einsatz bereit gemacht. Innerhalb von zwei Minuten schaffte es dieser, den verletzten CSA-Träger mit Unterstützung der beiden Truppmänner des ersten Trupps in eine Korbtrage zu legen und zu der Absperrgrenze zu tragen. Dort wurde die Trage übernommen und zur inzwischen aufgebauten Notdekon gebracht. Nach einer gründlichen Reinigung des CSA wurde der Träger an zwei Rettungsassistenten der Arztgruppe übergeben, die ihn aus seinem Anzug befreiten und medizinisch versorgten. Dabei wurde festgestellt, dass es sich nur um einen kleinen Schwächeanfall gehandelt hatte und der Träger nicht ernsthaft verletzt war.

Während seine beiden Truppkameraden ebenfalls durch die Notdekon gereinigt wurden, ging der Rettungstrupp in den Treckerschuppen zurück und setzte die Arbeit des ersten Trupps fort. Nachdem alle defekten Behälter gesichert, alle Stoffreste aufgenommen und alle Stoffe erkundet waren, wurde auch der zweite CSA-Trupp durch die Notdekon gereinigt und die Übung danach beendet.

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