Umweltfeuerwehr

Fünf Kameraden des 3. Zuges nehmen an der 'Funktionsausbildung zum Bahnerdungsberechtigten' teil


Autor

Lennart Lohrenz

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Kommen Einsatzkräfte der Feuerwehr im Gleisbereich zum Einsatz, kann es notwendig sein, die Oberleitung auszuschalten und zu Bahnerden. Grundsätzlich ist hierfür der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG zuständig. Dieser kann im Einsatzfall zur Beschleunigung des Einsatzablaufes aber auch Angehörige der Feuerwehr mit entsprechender Ausbildung mit der Bahnerdung der Oberleitung beauftragen.

Warum muss die Oberleitung trotz Ausschaltens Bahngeerdet werden?

Die Bahnerdung ist erforderlich, wenn der vorgeschriebene Sicherheitsabstand (mind. 1,5 m) zu unter Spannung stehenden Teilen einer Oberleitungsanlage unterschritten wird, bzw. die Gefahr besteht, dass er unterschritten wird.

Im eingeschalteten Zustand führt die Oberleitung eine Spannung von 15.000 Volt. Bei dem Ausschalten wird dieses in einer oder mehreren Schaltgruppen getan. Durch z. B. andere weiterhin stromführende Schaltgruppen direkt in der Nähe der abgeschalteten Schaltgruppe entsteht dann eine Restspannung von bis zu 7000 Volt. Dieses geschieht durch die so genannte Induktion. Diese Restspannung ist immer noch in einem Bereich, der für Menschen tödlich ist. Aus diesem Grund wird die vorhandene Restspannung über die Schiene mittels Erdung abgeleitet.

Um auch für diesen Einsatzfall vorbereitet zu sein, nahmen am 10. März 2012 u. a. fünf Kameraden des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr an der Funktionsausbildung zum Bahnerdungsberechtigten teil. Die Beschulung fand durch die Deutsche Bahn AG im Feuerwehrgerätehaus und im Bahnhof von Kreiensen statt.

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