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Einsatzübung: AGT-Notfalltraining mit der FF Lindau


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Am gestrigen Dienstabend stand AGT-Notfall Training auf dem Programm. Wir haben zusammen mit der FF Lindau und der Arztgruppe der FB4 eine Einsatzübung aus der Bereitstellung gefahren. Der Einsatzauftrag lautete: Explosion mit Brandausbreitung in einer Maschinenhalle, 2 Personen vermisst.

Direkt nach Eintreffen am Einsatzort wurde eine Wasserversorgung vom Überflurhydranten bis zum Verteiler hergestellt. Sämtliche zur Verfügung stehenden Atemschutzkräfte rüsteten sich entsprechend mit Atemschutzgeräten aus, eine Atemschutzüberwachung wurde hergerichtet. Nach Lageerkundung gab der Einsatzleiter den Befehl: Angriffstrupp zur Menschenrettung mit C-Hohlstrahlrohr in die Halle über die rechte Tür vor.
Der erste Trupp, bestehend aus drei Kameraden ging daraufhin in die Halle vor und begann mit der Suche der vermissten Personen in der völlig verqualmten Halle (durch Nebelmaschine eingenebelt). Nach einiger Zeit der Absuche wurde der erste Atemschutznotfall vorgetäuscht. Vom Atemschutztrupp wurde ein Mayday Mayday abgesetzt.
Der Einsatzleiter reagierte und schickte umgehend den Sicherungstrupp zur Rettung des verletzten Kameraden in die Halle. Zeitgleich wurde fiktiv die Alarmstufe erhöht um genügend Atemschutzreserven vor Ort zu haben. Während der Sicherungstrupp sich ins Gebäude begab, begann der erste Trupp (noch 2 gesunde Kameraden) mit einer Eigenrettung und kam dem Sicherungstrupp auf dem Rückzugsweg entgegen. Als der verletzte Kamerad außerhalb der Halle im Sicherheit gebracht war und ebenso fiktiv dem Rettungsdienst übergeben wurde, wurde ein Einsatzstop eingelegt, alle Kameradinnen und Kameraden kamen im Bereich des Halleneingangs zu einer kleinen „Manöverkritik“ zusammen um das bis dahin abgearbeitete zu besprechen. Aufgrund der gestrigen hohen Temperaturen, gab es dann noch eine Getränkepause.

Im anschließenden zweiten Stepp wurden die Trupps noch einmal getauscht und es gingen zeitgleich 2 Trupps ins Gebäude vor um die vermissten zu suchen. Nach kurzer Zeit meldete der eine Trupp: eine vermisste Person gefunden, kommen mit dieser aus dem Gebäude. Draußen angekommen wurde die Person (eine Puppe) ebenfalls fiktiv dem Rettungsdienst übergeben. Just in diesem Moment konnte man draußen das leise piepen der Totmannwarner wahrnehmen. Der Einsatzleiter reagierte sofort und schickte daraufhin 2 weitere Trupps (davon ein Sicherungtrupp inkl. Rettungspack) ins Gebäude, da man von einem verunglückten Trupp ausgehen musste, da kein Mayday Mayday als Notruf abgesetzt wurde. Bei diesem Übungsszenario wurde simuliert, dass beide Truppmitglieder aufgrund einer Maskenundichtigkeit eine Rauchgasintoxikation hatten, ein Truppmitglied ohne Bewusstsein. Nun galt es, beide verletzten Truppmitglieder in der immer noch stark verqualmten Halle mit Luft zu versorgen und schnellstmöglich aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Hier hieß es ein zweites Mal Übungsstopp, alle versammelten sich in der Halle um auch dieses Vorgehen zu besprechen.

Aufgrund der vorgerückten Stunde hieß es anschließend: Übung Ende - zum Abmarsch fertig.

Im Anschluss trafen sich alle beteiligten noch am Feuerwehrhaus in Wachenhausen um bei dem ein oder anderen Kaltgetränk noch ein wenig zu „fachsimpeln“.

An dieser Stelle ein Dank an Roy Walowsky, für das bereitstellen des Übungsobjektes und an die Arztgruppe der FB4. Der Ortsbrandmeister Wachenhausen hatte diese Übung und zusammen Arbeit mit der Arztgruppe geplant und ausgearbeitet.

Fazit: eine sehr intensive und lehrreiche Übung, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Es war sicherlich nicht die letzte Übung dieser Art.

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