Umweltfeuerwehr

Einsatz 1. Zug

31.12.2002 - 31.12.2002

2002-10

Eine Schafherde mit ca. 60 Tieren wurde auf einer Weide vom Leine-Hochwasser eingeschlossen. Die FF Northeim sowie das MZB der Umweltfeuerwehr wurden zur Tierrettung angefordert. Zur Sicherung der eingesetzten Kräfte, die auf einem überspülten Deich versuchten, die Herde in Sicherheit zu bringen, wurden zusätzliche Taucher nachalarmiert. Die Taucher waren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mehrere Stunden im Wasser.
Die Herde ließ sich auf dem überspülten Damm nicht mehr auf das Festland treiben, daher mussten die Tiere einzeln auf das MZB verladen werden. 15 Kadaver wurden durch die Taucher aus dem Wasser geborgen. Während der Einsatzmaßnahmen stieg das Wasser im rückwärtigen Bereich kontinuierlich an. Alle Kleinfahrzeuge der Feuerwehr mussten die unmittelbare Einsatzstelle räumen.

17 Kameraden im Einsatz

Gefahrguteinsatz

21.11.2002 - 22.11.2002

2002-09

Ein nicht gekennzeichneter LKW mit Anhänger ist im Bereich der Bahnunterführung des Northeimer Bahnhofs mit einem Teil der überstehenden Beladung unter einer Eisenbahnbrücke hängen geblieben. Fahrzeug und Anhänger waren mit offenen Metallcontainern beladen. In den Containern befanden sich so genannte Repasäcke, Papiersäcke (teilweise innen mit Kunststoff-Folie laminiert) zur Beförderung und Aufbewahrung von staubförmigen Chemikalien und ungefährlichen Vorprodukten zur Gummiherstellung.

48 Kameraden im Einsatz

Öleinsatz

19.10.2002 - 19.10.2002

2002-08

Auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde musste die Feuerwehr an der Einsatzstelle vom Vortag erneut tätig werden. Der verbliebene Ölfilm war auseinandergerissen und musste mit Schlauchboot und Ölschlängeln wieder zusammengetrieben werden.
Eine zweite Ölsperre wurde durch die FF Northeim im Bereich des ehemaligen Schlachthofes errichtet. Da die von der Feuerwehr verwendeten Ölbinder keine Wirkung zeigten, wurde ein Entsorgungs- unternehmen beauftragt, den Ölfilm zu beseitigen. Ein Container mit einem mobilen Ölabscheider wurde zur Einsatzstelle beordert.
Neben der Feuerwehr kam die Tatortermittlungsgruppe Umwelt (TEGU) der PI Göttingen zum Einsatz, um die Ermittlungen gegen den Verursacher aufzunehmen.
Da der 2. und 3. Zug am Samstag Vormittag Ausbildungsdienst hatten, wurden alle verbliebenen Kameraden, die nicht in der Nacht im Einsatz waren, eingesetzt.
Im Laufe der folgenden Woche kam es zu weiteren Einsätzen der FF Northeim an der gleichen Einsatzstelle. Als Verursacher konnte ein nahegelegenes Wasserkraftwerk ermittelt werden. Neben der Ölschadensbekämpfung gelang es den Northeimer Kameraden mehrere Enten und den Gänserich 'Heinrich' einzufangen, deren Gefieder stark ölverschmutzt waren.

19 Kameraden im Einsatz

Öleinsatz

18.10.2002 - 19.10.2002

2002-07

Ein dicker, gelblicher Ölfilm auf einem Seitenkanal der Ruhme gab Anlass zur Alarmierung der FF Northeim. Mit Ölbindemittel für Gewässer und einer Ölsperre bestehend aus einem luftgefüllten B-Schlauch wurde vergeblich versucht, das Öl aufzunehmen.
Zur Unterstützung wurde die Umweltfeuerwehr nach dem Alarmstichwort 'Gefahrguteinsatz klein' mit dem Gefahrgutzug, Ölsanimat-Anhänger sowie der Öko-Tec Doppelkammerschlauchsperre nachalarmiert.
Gemeinsam mit dem Einsatzleiter der FF Northeim und dem zuständigen Sachbearbeiter der Unteren Wasserbehörde (Umweltschutzamt) wurden die weiteren Einsatzmassnahmen abgesprochen. Ein externer Gutachter wurde beauftragt, Wasserproben zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein zähflüssiges Mineralölprodukt handelt, vermutlich Hydraulik- oder Getriebeöl. Ein Verursacher konnte nicht ermittelt werden.
Nachdem eine Öko-Tec Ölsperre errichtet wurde, versuchten die Einsatzkräfte bis ca. 04:00 Uhr morgens mit dem Ölsanimat das Öl auf der Oberfläche aufzunehmen. Etwa 200 Liter Öl konnten aus dem Wasser getrennt werden. Starker Regen und Wind behinderten die Einsatzmaßnahmen

18 Kameraden im Einsatz

Gefahrguteinsatz

30.09.2002 - 30.09.2002

2002-06

Ein LKW mit Anhänger ist infolge eines Ausweichmanövers nach Wildwechsel von der Fahrbahn abgekommen. Dabei ist der Anhänger umgestürzt und auf der rechten Seite zum Liegen gekommen. Die Bergungsfirma fordert die Feuerwehr zur Kontrolle der Ladung an, da sich laut Frachtpapieren bei dem Mischtransport ca. 1 t gefährliche Stoffe (Kunstharz und Härter) unter der Ladung befinden.



Katastropheneinsatz

20.08.2002 - 26.08.2002

2002-05

Nachdem am 18. August die Hochwasserfluten den Raum Dessau erreichten und u.a. der Ortsteil Waldersee mit ca. 1000 Haushalten komplett überflutet wurde, erhielten die Northeimer Einsatzkräfte am Dienstag, den 20. August ihren Einsatzbefehl zur Unterstützung der örtlichen Kräfte nach Dessau auszurücken.

38 Kameraden im Einsatz

Messeinsatz

16.05.2002 - 16.05.2002

2002-04

Eine Einwohnerin beklagte 'schlechte' Gerüche aus ihrer Waschmaschine sowie Symptome einer Hauterkrankung ihres Sohnes. Sie verdächtigte Mitbewohner im Haus der vorsätzlichen Verunreinigung ihrer Waschmaschine mit hautschädigenden bzw. gesundheitsschädlichen Substanzen. Gerüche konnten nicht festgestellt werden, die Wäsche wies keine offensichtlichen Veränderungen auf. Aus Sicht der Feuerwehr handelt es sich um einen eskalierenden Nachbarschaftsstreit. Eine Messung wurde nicht durchgeführt.



Gefahrguteinsatz

03.05.2002 - 03.05.2002

2002-03

Auf Anforderung durch die FF Kreiensen wurde 'Messeinsatz klein' nach Feuer in einem Entsorgungsbetrieb ausgelöst, nachdem zwei Behälter mit mit der Substanz ' Alphacypermethrin' gefunden wurden. Messungen wurden durchgeführt.
Anschließend Nachalarmierung FB 4 'Gefahrstoffeinsatz klein'. Ein Müllhaufen wurde unter CSA durchsucht und weitere Behälter mit nicht identifizierten Stoffen wurden geborgen. Nach der Durchsuchung wurde die Brandstelle mit C-Rohr gekühlt, wobei chemische Reaktionen auftraten. Im Verlauf der weiteren Einsatzmaßnahmen wurde die Einsatzstelle großflächig geflutet, so dass sich nach etwa 30 Minuten die chemischen Reaktionen abbauten. Anschließend wurde der Bereich mit einem Schaum-Teppich abgedeckt und die Einsatzstelle der FF Kreiensen übergeben.



Messeinsatz

22.01.2002 - 22.01.2002

2002-02

Während eines Produktionsvorgangs kam es zu einer heftigen Reaktion in einem etwa halbvollen 100l Stahlfass mit BASF Natriumdithionit (Natriumhydrosulfid).
Eine gelbliche Qualmwolke konnte unter extremer, schwefelartiger Geruchsbildung aus dem Behälter entweichen. Der Behälter wurde von der FF Einbeck unter Atemschutz ins Freie verbracht und mit Sprühstrahl gekühlt.
Durch die FB 4 wurden Messungen an der Schadensstelle und im angrenzenden Altenheim mit negativen Befund durchgeführt. Die Reaktion im gesicherten Fass konnte nicht gestoppt werden, daher wurde der Behälter in einem Überfass gesichert und zur Firma Dura (ehem. Heidemann) verbracht und dort kontrolliert hydrolysiert.

Exponierte Personen wurden zur Vorsorgeuntersuchung in Einbecker Krankenhaus verbracht.



Einsatz 1. Zug

19.01.2002 - 19.01.2002

2002-01

Bei Tauchausbildung (Eistauchen) wurden ein gestohlener Spielautomat sowie Kfz.-Kennzeichen geborgen und der Polizei übergeben.



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