Umweltfeuerwehr

Chemische Reaktion auf dem Bauhof in Uslar sorgt
für Einsatz von Spezialkräften


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Am Samstagmorgen des 16. Juni 2018 kam es auf dem Geländes des städtischen Bauhofs in Uslar zu einer folgenschweren chemischen Reaktion. Durch Mitarbeiter des Bauhofs wurden am Vortag illegal entsorgte, teilweise mit Flüssigkeit befüllte Behältnisse in einem Straßengraben entdeckt. Um diese Umweltsünde zu beseitigen luden die Mitarbeiter die Behälter auf und transportierten sie zum Bauhofgelände, von wo sie in der folgenden Woche fachgerecht entsorgt werden sollten. Was die Mitarbeiter nicht ahnen konnten war, dass sich in den Behältern nicht wie vermutet zum Beispiel Bremsflüssigkeit befand, sondern hochgefährliche Chemikalien. In Folge einer Reaktion im Inneren eines der Behälter kam es zu einem Flüssigkeitsaustritt, welcher zu weiteren chemischen Reaktionen führte. Diese blieben aufgrund des entstehenden, markanten chemischen Geruchs den Anwohnern im Bereich des Bauhofs nicht verborgen, woraufhin gegen 10 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde. Dies war die Ausgangslage für eine gemeinsame Einsatzübung des Löschzuges 6 der Stadtfeuerwehr Uslar und dem 2. und 3. Zug der Umweltfeuerwehr des Landkreises Northeim.

Die zuerst an der Einsatzstelle eintreffenden Kräfte des Löschzuges 6 der Stadtfeuerwehr Uslar, welcher die Sonderaufgabe Dekontamination im Stadtgebiet Uslar wahrnimmt, begannen umgehend mit der Erkundung der Lage und dem Aufbau einer Not-Dekontaminationsstelle. Die gewonnen Erkenntnisse konnten den dann eintreffenden Zugführern der Umweltfeuerwehr mitgeteilt werden und das weitere gemeinsame Vorgehen besprochen werden. Durch den 3. Zug der Umweltfeuerwehr wurde daraufhin eine ausgedehntere Dekontaminationsstelle aufgebaut, durch welche die im weiteren Einsatzverlauf eingesetzten Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzug (CSA) gehen müssen, nachdem sie im Gefahrenbereich gearbeitet haben. Der 2. Zug der Umweltfeuerwehr bereitete alles für die Abarbeitung der Schadenlage vor und setzte schließlich mehrere Trupps unter CSA vom 2. und 3. Zug der Umweltfeuerwehr, aber auch CSA-Träger des Löschzuges 6 ein. Hierbei wurden mehrere Behälter erkundet und gesichert. Zum Eigenschutz der eingesetzten Kameradinnen und Kameraden war zudem die Arztgruppe der Umweltfeuerwehr des Landkreises vor Ort.

Nach einer guten Stunde waren alle Übungsziele erreicht und das Übungsende konnte bekannt gegeben werden. Während einer kurzen Übungsnachbesprechung zogen die Verantwortlichen durchweg ein positives Resümee und freuten sich über die Möglichkeit gemeinsam zu üben.

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