Ausbildungswochenende der Feuerwehrtaucher

Das jährliche Ausbildungswochenende der Feuerwehrtaucher der Feuerwehrbereitschaft 4 aus Northeim wurde bereits sehnsüchtig von den Kameraden erwartet. Am 28.05.2016 klingelten in der früh gegen 6 Uhr die Wecker damit man zeitig die Fahrzeuge beladen hatte und noch vor dem Mittag das erste Mal im Wasser war. Das Ziel war, wie in den vergangenen Jahren, der Sundhäuser See bei Nordhausen.

Nach dem Aufbauen des Zeltes zum Schlafen und dem Herrichten der Feldbetten wurde erst einmal bei strahlendem Sonnenschein ausgiebig gefrühstückt, ehe Thomas Sattler, der Zugführer, ein paar Worte an seine Truppe richtete die daraufhin routiniert die Ausrüstung zum Tauchen fertig machte. Die auserkorenen Leinenführer, das sind jene Kameraden die den Taucher an einer Leine haben und über Zugzeichen mit diesem Kommunizieren, brachten Leinen und Bänke zum See, während die Taucher in Neoprenanzüge schlüpften und die Druckluftgeräte schulterten. Nach jedem Tauchgang, es waren immer zwei Taucher parallel im Wasser, wechselten Leinenführer und Taucher durch, sodass in einem reibungslosen Ablauf jeder Taucher einen Gewöhnungstauchgang absolvieren konnte. Vor dem Mittagessen wurden dann noch einmal alle Taucher gefordert, als der letzte Taucher "Taucher in Not" an seinen Leinenführer übermittelte. Für genau diesen Fall sitzt immer ein Rettungstaucher, ähnlich dem Sicherungstrupp im Atemschutzeinsatz, bei den Leinenführern. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass kein Taucher wirklich in Not gewesen ist, sondern das koordinierte und besonnene Handeln der Truppe geprüft wurde.

Im Anschluss an die ersten Tauchgänge wurde zur Stärkung eine Auswahl diverser Kuchen gereicht und der erste Tauchgang besprochen. Zudem wurde festgelegt, dass die nächsten Tauchgänge an einer anderen Stelle des Sees angegangen werden. Zügig begann die Truppe die Gerätschaften zu verlegen und mit den nächsten Tauchgängen zu beginnen. Später sollten dann noch Bojen gesetzt werden und die Handhabung mit Hebekissen geübt werden, ehe zum Abend zur obligatorischen Kameradschaftspflege übergegangen wurde. Das wohlverdiente Feierabendbier konnte angesichts des zurückliegenden, sehr erfolgreichen Tages sowie der Abkühlung bringenden, näher rückenden Gewitterfront durchaus genossen werden.

Der nächste Morgen, wieder bei strahlendem Sonnenschein, zeigte, dass die Gewitterfront zwar keine Schäden, aber Arbeit zurückgelassen hatte: Die Boote des ersten Zuges, sicherheitshalber mitgenommen, sollte während der Ausbildung eine Alarmierung eingehen, waren voll Wasser gelaufen. Nach einem zügigen Frühstück wurde dann ein letztes Mal für dieses Wochenende die benötigte Ausrüstung an den See getragen und im Wechsel in die Tauchausrüstung gestiegen. Nachdem jeder nochmals im blau-grün des Sees verschwunden war, wurde alles verstaut und mit dem Rückbau des Zeltes begonnen. Als alles wieder Ordnungsgemäß in den Fahrzeugen verlastet gewesen ist, wurde die Rückfahrt angetreten.

 

Text:Daniel Stahlmann
Fotos:Daniel Stahlmann