Umweltfeuerwehr

Arztgruppe: Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen


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Anlässlich einer 2 Tages-Übung der Schwerpunktfeuerwehr Northeim fand am 14.09.2018 gegen 23:30 Uhr eine Alarmübung unter einsatzmäßigen Bedingungen statt. Die Verantwortlichen der Ortsfeuerwehr Northeim hatten sich zu dieser Übung etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Lage:
Bei einem illegalen Autorennen auf dem weißen Budenweg, ist es im Bereich einer Eisenbahnbrücke zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen gekommen. 4 Fahrzeuge wurden teilweise mehrere Meter durch die Luft geschleudert und lagen mit 5, zum Teil schwerst- und eingeklemmten Personen im unteren Bereich der Eisenbahnbrücke. Geplanter Ablauf:
Die Ortsfeuerwehr Northeim befand sich im Bereitstellungsraum in Northeim am Segelflugplatz am Sultmer Berg. Um ca. 23:30 Uhr wurde über Digitale Funkmeldeempfänger von der Leitstelle in Northeim zu einem schweren Verkehrsunfall, „Weißer Budenweg“ alarmiert. Nach Eintreffen des Brandmeisters vom Dienst (Einsatzleiter) der Schwerpunktfeuerwehr wird dieser in Lage und Gefahrenschwerpunkte, sowie in das Sicherheitsverhalten eingewiesen. Die Einsatzstelle wurde in zwei Einsatzabschnitten aufgeteilt. Es wurde eine Erkundung und Beurteilung des Einsatzes, medizinisch und feuerwehrmäßig durchgeführt. Unfallhergang:
Ein Lastkraftwagen-Gespann ist in der Nähe der Bahnbrücke des Weißen Budenweg ins Schleudern geraten, dabei ist der Anhänger von der Zugmaschine abgerissen und umgestürzt. Danach ist er auf einem entgegenkommenden Personenwagen, in dem drei Insassen saßen, gefallen. Die Zugmaschine fuhr weiter und streifte noch zwei weitere Personenwagen die in dem Tunnel zum Stehen kamen. In den Fahrzeugen wurde jeweils eine Person eingeklemmt. Die Zugmaschine kollidierte mit einem Betonpfeiler. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Die gesamte Ladung von der Zugmaschine, sie bestand aus Gerätschaften einer Gärtnerei. Diese lagen verstreut auf der Straße und blockierte die Durchfahrt. Einige Teile schlugen durch die Windschutzscheiben der Fahrzeuge und verletzten die Insassen schwer. Weiterhin befanden sich noch Fässer mit undefinierbarer Flüssigkeit auf der Ladefläche die teilweise ausflossen.
Nachdem die Einsatzkräfte vor Ort waren, wurden die verletzten Personen von einem Notarzt und einer Notärztin der Arztgruppe der Umweltfeuerwehr FB 4 gesichtet. Nachdem dieses geschehen war, wurden die verletzten Personen von den Rettungskräften der Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter-Unfall-Hilfe Northeim mit Krankentragen in die Rettungswagen gebracht. Die eingeklemmten Personen wurden, nachdem die Fahrzeuge gegen abrutschen und umkippen gesichert wurden, unter ärztlicher Aufsicht von den Feuerwehrkräften mit Hilfe von Hydraulischen Rettungsgeräten aus ihren Fahrzeugen befreit. Den Fahrer der Zugmaschine wurde von Feuerwehrleuten unter schwerem Atemschutz aus seiner Fahrerkabine gerettet, da nicht feststand um was für Flüssigkeiten es sich handelte.

Die Übung wurde vom Abschnittsbrandmeister und stellvertretenden Kreisbrandmeister Manfred Voß sowie der Führung der Schwerpunktfeuerwehr Northeim beobachtet. Sie waren wie man hören konnte mit der Übung zufrieden. Eine Nachbesprechung wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben.

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