Umweltfeuerwehr

Arztgruppe stellt Atemschutznotfallkonzept der FF Nörten-Hardenberg vor


Autor

Gerrit Traupe

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Die Vorstellung des Atemschutznotfallkonzeptes und die technische Rettung eines Atemschutzgeräteträgers in Not waren Ziele der gemeinsamen Ausbildungsdienste der Arztgruppe mit der Feuerwehr Nörten-Hardenberg am 22.09.2014 und 29.09.2014 in Nörten-Hardenberg. Nach einer kleinen Theorieeinheit von Jens Küsel, bei der noch einmal die Bedeutung einer sicheren Atemluftversorgung erläutert wurde, begann die praktische Ausbildung.

Hierzu wurden zunächst das Umstecken des Lungenautomaten an eine zweite Mitteldruckleitung und die wechselseitige Nutzung eines Lungenautomaten für einen Trupp unter Nullsicht geübt. Die Sicherung der Atemluftversorgung mit nur einem funktionsfähigen Atemschutzgerät und der gesicherte Rückzug unter erschwerten Sichtbehinderungen stellen den Atemschutztrupp im Ernstfall vor eine enorme Herausforderung. Der sichere Umgang mit dem Atemschutzgerät und der vorhandenen Ausrüstung ist daher elementar. Weiterhin wurden verschiedene Rettungstechniken und Abläufe vorgestellt.
Anschließend ging es darum, das aufgefrischte Wissen in die Praxis umzusetzen. Im Rahmen einer Einsatzübung mit dem Stichwort 'Brand im Keller der Johann-Wolf-Schule' wurde das Vorgehen unter Atemschutz gemäß FWDV 7 geprobt. Schwerpunkt der Übung war die Brandbekämpfung und die Rettung eines verunfallten bzw. in Not geratenen Atemschutztrupps aus dem Kellergeschoss. Hierzu wurden verschiedene Szenarien abgearbeitet. Zunächst wurde die Rettung standardmäßig gemäß FWDV 7 geübt und nach und nach gemäß Atemschutznotfallkonzept der Arztgruppe erweitert bis abschließend ein Rettungstrupp aus 4 Atemschutzgeräteträgern (2 Arztgruppe, 2 FF Nörten-Hardenberg) zusammengestellt wurde. Die Möglichkeit der adäquaten Versorgung des potenziell verletzten Atemschutzgeräteträgers durch die Atemschutzgeräteträger der Arztgruppe schon am Unfallort und die gleichzeitige Fortführung der Brandbekämpfung durch die andere Hälfte des Rettungstrupps zur Absicherung des gesamten Rettungstrupps und des Verletzten hat immense Vorteile gegenüber der Standardvorgehensweise.
Abschließend wurden alle Szenarien bei einer Abschlussbesprechung noch einmal besprochen und entsprechend bewertend diskutiert. Alle waren sich einig, dass das Vorgehen mit einem erweiterten Rettungstrupp nur Vorteile hat und diese Vorgehensweise zukünftig umgesetzt werden sollte, sofern dies die personellen Kapazitäten zulassen.

Ein besonderer Dank geht an die Führung der FF Nörten-Hardenberg, die diesen guten Ausbildungsdienst möglich gemacht hat.

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