Umweltfeuerwehr

3. Zug und Arztgruppe im Hochwasser-Einsatz an der Elbe


Autor

Lennart Lohrenz

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Am frühen Sonntagmorgen des 9. Juni 2013 wurden Einsatzkräfte des 3. Zuges und der Arztgruppe der Umweltfeuerwehr alarmiert um sich gemeinsam mit der Feuerwehrbereitschaft 2 des Landkreises Northeim auf den Weg in das Hochwassergebiet im Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg zu machen. Dort mussten insgesamt 12 km Deich mit Sandsäcken stabilisiert und um etwa 30 cm erhöht werden.

Die Aufgabe des 3. Zuges bestand primär in der Bereitstellung und dem Betrieb von Dusch-, Aufenthalts- und Sanitätszelten für 120 Einsatzkräfte im 24-Sunden-Dauerbetrieb. Der Auftrag der Arztgruppe beinhaltete den Eigenschutz der Einsatzkräfte der FB 2 mit der Unterstützung eines RTW der JUH Northeim, welcher ebenfalls im rund um die Uhr gewährleistet werden musste. Da im Einsatzgebiet eine absolute ärztliche Unterversorgung herrschte, wurde das NEF der Umweltfeuerwehr mit dem JUH RTW auf Anforderung der zuständigen Leitstelle auch als Primärrettungsdienst im Bereich Amt Neuhaus eingesetzt. Hieraus resultierten zwei Notarzteinsätze und zwei RTW-Einsätze. Ferner wurde eine ärztliche Sprechstunde für Einsatzkräfte eingerichtet, die insbesondere von Soldaten der Bundeswehr wahrgenommen wurde, da die Bundeswehr zu Beginn ihres Einsatzes nicht über ausreichend truppenärztliche Versorgung verfügte. Bei der ärztlichen Sprechstunde erhielt die Arztgruppe Unterstützung durch Sanitätspersonal des 3. Zuges der Umweltfeuerwehr. Während des KatS-Einsatzes an der Elbe wurden knapp 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DLRG, Bundeswehr und zivilen Helfern durch die Kräfte der Umweltfeuerwehr des Landkreises Northeim und der JUH Northeim medizinisch betreut und versorgt. Ein verletzter Feuerwehrmann einer anderen Feuerwehreinheit aus dem Landkreis Northeim musste durch Kräfte des 3. Zuges in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit Verdacht auf eine Rippenfraktur in ein Krankenhaus im Landkreis Northeim transportiert werden.

Nur durch die ausgesprochen gute, kameradschaftliche Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte von FB 2, FB 4, TEL Ost, KBM, JUH Northeim, Bundeswehr und der Einsatzleitung vor Ort konnte dieser Einsatz bewältigt werden.

Insgesamt waren 12 Kameraden des 3. Zuges und der Arztgruppe der Umweltfeuerwehr vom 9. bis zum 13. Juni 2013 im Katastrophenschutzeinsatz im Amt Neuhaus tätig.

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